Stella Analyse bietet für Asbestproben sowohl polarisationsmikroskopische Analysen (PLM), als auch rasterelektronische Analysen (REM) für Ihre Asbestprobe an.

Was ist eine PLM-Analyse für Ihre Asbestprobe?

Die PLM-Analyse ist eine schnelle und kostengünstige Analysemethode für Asbest, die in den meisten Mitgliedsstaaten der EU als primäre Analysemethode angewendet wird.
Bei der PLM-Analyse wird die zu untersuchende Probe vorweg unter einem Stereomikroskop (20-40x Vergrößerung) betrachtet, um die Bündel sichtbarer Fasern zu isolieren.
Wurden Fasern bzw. Faserbündel entdeckt werden diese aus der Matrix der Probe entfernt und für die PLM-Untersuchung aufbereitet. Hierbei besteht die Möglichkeit der ausgewählten Zerstörung der organischen/ anorganischen Matrix je nach Bedarf für die Freisetzung von Fasern.
Unter dem Polarisationsmikroskop erfolgt dann die Visuelle Analyse des Faserbilds (Morphologie, Pleochroismus (Farbwechsel), Doppelbrechung, Extinktion (optische Auslöschung), Zeichen der Längung, Streuung, etc.).
Somit kann bestimmt werden, ob es sich um Asbestfasern handelt oder um andere Faserarten. Wird Asbest angetroffen, kann hiermit auch die Asbestart bestimmt und ihr relativer Anteil in der Probe geschätzt werden. Die Nachweisgrenze dieser Methode liegt bei 0,1% Asbest-Anteil in der Probe.

Was ist eine REM-Analyse für Ihre Asbestprobe?

Die REM-Analyse ist ein zuverlässiges Verfahren zum Nachweis und zur Identifizierung von Asbestfasern in Materialproben und Stäuben.
Dieses Verfahren wird hauptsächlich bei Proben angewendet, bei denen es schwierig sein kann, die Asbestfasern durch Veraschen / Säureaufschluss aus der Matrix der Probe heraus zu lösen oder in denen die anwesenden Asbestfasern so fein sind (Querschnitt <1µm), so dass die durch Mikroskopie mit polarisiertem Licht nicht erkannt werden können.
Die Probenpräparation ist analog zu der in der PLM-Analyse angewendeten.
Während der Analyse wird die Morphologie und die elementare Zusammensetzung des beobachteten Fasermaterials bestimmt. Die Darstellung der Morphologie erfolgt mit einem Foto, die elementare Zusammensetzung der Fasern mit der Abbildung des Elementspektrums.
Es ist daran zu denken, dass Asbest ist ein Naturprodukt ist. Je nach Herkunft können kleine Unterschiede sowohl in der chemischen Zusammensetzung als auch in den optischen Eigenschaften auftreten.
Die Nachweisgrenze dieser Methode liegt bei 0,01% Asbest-Anteil in der Probe.

Welche Analyseart habe ich für meine Asbestprobe nötig?

PLM-Analyse:

Bei Vorhandensein von ausreichend Probenmaterial für eine PLM-Analyse (mindestens 2 g, das ist ungefähr die Größe eines Zuckerwürfels oder die Menge eines gehäuften Teelöffels oder 2 x 2 cm bei Platten) können Sie Proben wie z.B. Eternitplatten, Bodenbeläge, Fensterbänke, Dämmstoffe, etc einsenden.

REM-Analyse:

Haben Sie nicht genug Probenmaterial, dann raten wir eine REM Analyse für die o.g.  Materialproben an.

Haben Sie Klebeproben oder Staubproben, muss an diesen eine REM-Analyse durchgeführt werden.

Bei überwiegend mineralisch basierte asbesthaltige Putze, Spachtelmassen und Fliesenkleber, deren Asbestgehalte häufig <0,1% liegen, bei der Bearbeitung aber Fasern in die Atemluft abgeben können und damit potentiell gefährlich sind. Deren Nachweis erfordert eine erweiterte Aufbereitung und Analyse.

asbestprobe