FAQ – Häufige Fragen und ihre Antworten

  • Was ist Asbest?

Unter Asbest wird im Allgemeinen eine Gruppe natürlich vorkommender, silikatischer Minerale zusammengefasst, die in ihrer Beschaffenheit eine besondere Gemeinsamkeit haben: sie alle haben eine faserförmige Gestalt bzw. Kristallausbildung. Die Länge der Asbestfasern ist in der Regel 20-mal so groß wie ihre Dicke (L/D >20). Jede mit dem bloßen Auge sichtbare Asbestfaser besteht aus einer Vielzahl feiner Asbestfibrillen (sehr kleine, dünne Fasern), die sehr leicht durch Abrasion (Abkratzung oder Abschleifung) in die Umgebung abgegeben werden können. Die einzelnen Asbestminerale werden meistens durch Ihre Farben benannt: Blauasbest, Braunasbest, Weißasbest und Grünasbest. Die Fasern sind im menschlichen Körper biologisch nicht abbaubar und verbleiben deshalb in ihm.

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) definiert Asbest wie folgt: Asbest ist eine Gruppe von natürlich vorkommenden faserigen Mineralien mit gegenwärtiger oder historischer kommerzieller Nützlichkeit aufgrund ihrer außerordentlichen Zugfestigkeit, schlechte Wärmeleitung und ihren relativen Widerstand gegen chemische Angriffe. (http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs343/en/)

Asbest kann mehr oder weniger an seiner grauen Farbe, seiner faserigen Struktur oder an dem Herstellungszeitraum der Gebäude, Bauteile und Geräte identifiziert werden.
Er kann allerdings mit den später verwendeten Ersatzstoffen wie zB. Glasfasern, Gesteinsmehl-Platten, Mineralfasern etc. verwechselt werden, da auch meist die asbestfreien Materialien unter den gleichen Namen produziert wurden, wie z. B. Eternit-Platten.

  • Welche Sorten Asbest gibt es?

Es werden zwei Gruppen (mineralogische Klassen) von Asbest unterschieden: Serpentinasbest und Amphibolasbest.

Zum Serpentinasbest gehört der Chrysotil (Weißasbest), der 95% der Weltproduktion ausmacht; zur Gruppe des Amphibolasbest (Hornblendeasbest) gehören Aktinolit, Grünerit bzw. Amosit (Braunasbest), Anthophyllit, Tremolit und Krokydolit (Blauasbest). In der folgenden Tabelle sind die Minerale nochmals übersichtlich aufgeführt.

Asbestgruppe Mineralnamen Chem. Formel Trivialname Bemerkungen
Serpentin Chrysotil (Mg)3Si2O5(OH)4 Weißasbest die industriell am meisten verwendete Asbestart
Amphibol Grünerit / Ferro-Anthophyllit / Mysorit Fe7Si8O22(OH)2 Braunasbest Amosit
Aktinolith Ca2(Mg, Fe)5Si8O22(OH)2
Anthophyllit (Mg, Fe)7Si8O22(OH)2
Riebeckit / Krokydolith / Magnesioriebeckit Na2Fe2+3Fe3+2Si8O22(OH)2 Blauasbest
Tremolit Ca2Mg5Si8O22(OH)2

 

Chrysotil, auch als Faserserpentinit oder Weißasbest bezeichnet, gehört mineralogisch zu den Schichtsilikaten. Seine komplexe Kristallstruktur führt dazu, dass sich die Schichten zylindrisch aufrollen und lange, feine Hohlfasern bilden, die häufig zu filzigen Aggregaten verwachsen. Seine Farbe reicht von weiß über verschiedene Grüntöne bis grau-gelb oder grau-braun. Da er unter dem Mikroskop meistens weiß erscheint, wird er Weißasbest genannt.

Chrysotil ist die industriell am häufigsten verwendete Asbestart und macht fast 95 % aller in der Bundesrepublik Deutschland eingesetzten Asbeste aus (BGI 505.30 – http://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/bgi505-30.pdf). Er ist wesentlich flexibler als die Amphibolasbestminerale und kann gesponnen und in Stoffe eingewebt werden.

Chrysotil wurde hauptsächlich für Dachplatten (Eternit-Platten) und Fassadenplatten genutzt, aber auch für hitzebeständige Kleidung, Brandschutzplatten, Elektroisolierung, Fußbodenbeläge, Klebstoffe und Dichtungen.

Amosit oder auch Braunasbest ist eine Handelbezeichnung für Amphibole der Grünerit-Cummingtonit-Reihe. Amosit ist ein eher selten vorkommendes Kettensilikat aus der Gruppe der Amphibole und entwickelt meist nadelige bis faserige, radialstrahlige Kristalle und Aggregate von aschgrauer oder bräunlichgrüner bis brauner Farbe.

Amosit wird vor allem in Südafrika in den Asbestos Mines of South Africa abgebaut. Der Begriff ist ein Kunstwort aus der Abkürzung der südafrikanischen Minengesellschaft A.M.O.S.

Verwendet wurde Amosit hauptsächlich als Flammschutzmittel in Dämmstoffen, in Isolierplatten und Deckenabhängungen, aber auch in Bremsbelägen, Dichtungsringen, Asbestzementprodukten(Wellplatten und andere Platten), Dichtungsmassen, Klebstoffe und Kitte.

Aktinolith (auch Strahlstein genannt) ist ein verbreitetes nadelig/büscheliges Mineral in metamorphen Gesteinen. Seine Verwendung entspricht dem des Amosit.

Anthophyllit entwickelt meist körnige, faserige und radialstrahlige Aggregate, aber auch langprismatische Kristalle von meist brauner Farbe. Verwendung findet er wie der Amosit in der Bauindustrie, besonders in Asbestzementen.

Krokydolith oder auch Blauasbest ist die faserige Modifikation des Amphibols Riebeckit und erscheint unter dem Mikroskop blau (daher Blauasbest). Das Mineral tritt meist als brüchige Fasern auf und ist häufig in Form feinnadeliger bis faseriger Mineral-Aggregate zu finden. Krokydolith läßt sich gut verspinnen und ist wie die anderen Asbestarten hitze- und säurebeständig. In Deutschland machte Krokydolith 4% des gesamten verarbeiteten Asbests aus und war nach Chrysotil die zweit häufigst genutzte Asbestart. Verwendet findet diese Asbestart in Asbestzementprodukten (Wellplatten und Platten), in Klebstoffen, Kitten und Dichtungsmassen.

Tremolit ist vom Erscheinen her ähnlich dem Anthophyllit und tritt als feine Nädelchen in metamorphen Gesteinen auf. Sein Einsatzbereich entspricht dem des Amosit.

  • Wo kommt Asbest in der Umwelt vor?

Die verschiedenen Asbestminerale sind natürlich vorkommend. Das heißt, dass sie bei der Bildung der Gesteine entstanden, in denen Sie enthalten sind. Zu diesen Gesteinen zählen hauptsächlich Diabas, Gabbro und Basalt, die auch zur Herstellung von Straßensplitt verwendet werden.

  • Wann wurde Asbest verarbeitet?

Asbest wurde in jüngerer Zeit in Deutschland seit etwa 1930 in sehr großen Mengen verwendet. In den Jahren 1950 bis 1985 betrug der Asbestverbrauch ca. 4,4 Millionen Tonnen. Diese große Menge Asbest wurde zu mehr als 3.000 unterschiedlichen Produkten verarbeitet!

Der Großteil des Asbests wurde vor allem bei der Herstellung von Baustoffen eingesetzt. Besonders in den 1960er und 70er Jahren sind in beiden Teilen Deutschlands eine Vielzahl von Gebäuden unter Verwendung von asbesthaltigen Baustoffen – überwiegend Asbestzement – erbaut worden.

Seit 1993 sind in Deutschland die Herstellung, das Inverkehrbringen und die Verwendung von Asbest und asbesthaltigen Produkten verboten!

  • Welche Sorten Asbest wurden verarbeitet?

In der Regel wurden alle Sorten Asbest verarbeitet. In Deutschland kamen aber zu 95% Chrysotil und 4% Krokydolith zum Einsatz. Das letzte Prozent haben sich allen anderen Arten geteilt.

  • Ist Asbest verboten?

Ja, in Deutschland ist es seit 1993 verboten, Asbest oder asbesthaltige Produkte herzustellen, in Verkehr zu bringen oder zu verwenden.

In der EU gilt dieses umfassende Verbot seit 2005. Auch in den meisten Industrieländern ist Asbest verboten.

In Entwicklungs- und Schwellenländern (zum Beispiel China, Indien, Russland) eird Asbest leider immer noch häufig eingesetzt, da es deutlich billiger ist als Ersatzstoffe und die Gefährlichkeit von den Verantwortlichen einfach ignoriert wird. Russland, China, Kasachstan und Brasilien sind weltweit die Größten Produzenten.

Bei Tätigkeiten, bei denen Arbeitnehmer Asbest ausgesetzt sein können (Abbruch- und Sanierungsarbeiten, Umgang mit mineralischen Rohstoffen), sind nach Gefahrstoffverordnung Maßnahmen mit dem höchsten Schutzniveau durchzuführen.

  • Warum ist Asbest verboten?

Asbest wird als ein eindeutig krebserregender Stoff eingeordnet. Die bestimmende Eigenschaft von Asbest ist, sich in feine Fasern aufzuteilen, die sich der Länge nach weiter aufspalten und dadurch sehr leicht eingeatmet werden können. Diese eingeatmeten Fasern können langfristig bzw. auf Dauer in der Lunge verbleiben und das Gewebe reizen.

Die Asbestose, das heißt die Lungenverhärtung durch dabei entstehendes Narbengewebe, wurde bereits 1936 als Berufskrankheit anerkannt. Heute ist auch anerkannt, dass an Arbeitsplätzen mit einer hohen Wahrscheinlichkeit der Freisetzung von Asbestfasern, durch ihre Reizwirkung in der Lunge (oder das Wandern der Fasern zum Brust- und Bauchfell), Lungenkrebs beziehungsweise ein Tumor des Lungen- oder Bauchfells) (Mesotheliom) entstehen kann.

Die Zeit von der Asbest-Exposition, also dem Ausgesetztsein und dem Einatmen der Asbestfasern, bis zum Auftreten einer darauf zurückzuführenden Erkrankung (die so genannte Latenzzeit) ist lang und kann bis zu etwa 30 Jahre betragen.

  • Wie komme ich mit Asbestfasern in Kontakt?

Privatpersonen können besonders beim Heimwerken in Kontakt mit Asbest gelangen, da Sie die vom Asbest ausgehenden gesundheitlichen Gefahren nicht kennen und nicht genügend über Schutzmaßnahmen informiert sind. Asbest ist immer gefährlich, wenn die Fasern aus dem verbauten Material austreten, in die Luft gelangen und somit eingeatmet werden können. Das kann geschehen, wenn asbeshaltige Materialien bei Renovierungen entfernt werden oder wenn z.B. gealterte asbesthaltige Bodenbeläge spröde werden und Brechen. An den Bruchkanten können sich dann Fasern lösen und in die Atemluft gelangen.

  • Wie gelangt Asbest in meinen Körper?

Asbestfasern gelangen über die Atemluft in den menschlichen Körper. Je kleiner die Fasern sind, um so tiefer können Sie in die Lunge gelangen.

  • Welche Auswirkungen hat Asbest auf meine Gesundheit?

Asbest ist eindeutig ein krebserregendes Material. Seine charakteristische Eigenschaft, sich in feine Fasern zu zerteilen, die sich der Länge nach weiter aufspalten, führt dazu, dass diese Fasern leicht eingeatmet werden können und darüber hinaus lungengängig werden. Da die Fasern so fein sind, können sie in die Lunge gelangen und dort langfristig das Gewebe reizen.

Die Asbestose – eine Lungenverhärtung auf Grund durch Reizung der Lunge durch Asbestfasern entstehendes Narbengewebe – ist eine seit 1936 anerkannte Berufskrankheit.

Heute ist auch anerkannt, dass durch die Reizung in der Lunge oder das Wandern feinster Asbestfasern im menschlichen Körper zum Brust- oder Bauchfell, Lungenkrebs entstehen kann oder ein Mesotheliom, d. h. ein Tumor des Lungen- oder Bauchfells.

Die Zeit von der Asbest-Exposition, also dem Ausgesetztsein und dem Einatmen der Asbestfasern, bis zum Auftreten einer darauf zurückzuführenden Erkrankung (die so genannte Latenzzeit) ist lang und kann bis zu etwa 30 Jahre betragen.

  • In welchen Materialien könnte sich Asbest verbergen?

Im letzten Jahrhundert galt Asbest lange als der beste Baustoff überhaupt, obwohl schon in den 1930er Jahre die mit ihm verbundenen Gesundheitsrisiken teilweise bekannt waren. – Der vielfältige Nutzen und die technischen Eigenschaften überwogen in der Wahrnehmung der Menschen. In Deutschland wurden mehr als 3500 verschiedene asbesthaltige Produkte auf den Markt gebracht, da das Material ausgezeichnete Eigenschaften besaß, wie z. B. seine Feuerfestigkeit und Beständigkeit. Asbest wurde in daher besonders im Bauwesen umfangreich eingesetzt. Asbest wurde in Dachverkleidungen, Fußbodenbelägen, Wandverkleidungen, Leichtbauplatten und als Spritzasbest verarbeitet, abr auch in Fliesenklebern, Fensterkitt und Dichtungen. Es wird davon ausgegangen, dass in der Zeit vor 1993 (Generelles Verbot für die Herstellung und Verwendung von Asbest; festgehalten in der Gefahrenschutzverordnung) 0,8 bis 1,3Mrd. Quadratmeter asbesthaltiger Wellplatten und Asbestzement auf Dächern und an Hauswänden montiert wurden. Da viele in der Zeit vor 1993 gebauten Häuser mittlerweile „in die Jahre“ kommen und umfangreich saniert werden müssen, ist die Asbestthematik aktueller als je zuvor.

In Gebäuden könnte sich an folgenden Stellen Asbest verbergen:

1) Inneneinrichtung:

  • Fußbodenbeläge (Cushion Vinyl, Flexplatten, Linoleum) und deren Kleber
  • Fliesenkleber und Fugenmassen
  • Trennwände
  • Platten für Elektrogeräte
  • Innenverkleidung Fahrstühle
  • strukturierte Beschichtungen
  • Spritzbeschichtungen und Wandputze
  • Spachtelmassen

2) Dach- und Außeninstallationen

  • Eternitplatten (vor 1993) und Wellplatten allgemein
  • Fassadenplatten
  • Wandverkleidungen und Beschichtungen
  • Fensterkitt
  • Dämmplatten
  • Dichtungen

3) Heizung/Elektroinstallationen

  • Boiler
  • Nachspeicheröfen
  • Dämmung (Ofen und Rohre)
  • elektrische Schaltkästen und Sicherungskästen

Weitere potentielle Quellen sind:

  • Zementtreppen
  • Asbestwasserrohre
  • Elektroartikel wie z.B. Toaster

„sog. Neue Quellen“:

  • überwiegend mineralisch basierte asbesthaltige Putze, Spachtelmassen und Fliesenkleber, deren Asbestgehalte häufig <0,1% liegen, bei der Bearbeitung aber Fasern in die Atemluft abgeben können und damit potentiell gefährlich sind. Deren Nachweis erfordert eine erweiterte Aufbereitung und Analyse.

(Quellen: Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Gesamtverband Schadstoffsanierung e.V.))

  • Ich möchte Materialproben auf Asbest testen lassen, was muss ich tun?

Zunächst müssen Sie entschieden, welches Probenmaterial Sie haben und welche Analyse nötig ist. In Punkt 14 ist angezeigt, welche Analysemethode bei unterschiedlichen Materialien benötigt wird.

Danach bestellen Sie die nötige(n) Analyse(n) auf unserer Webseite www.asbest-test.com.

Nach erfolgreicher Bestellung erhalten Sie eine Bestätigungsemail mit Ihrer Rechnung und einem Probenbegleitzettel. Diesen Zettel bitte ausfüllen und der Probe beilegen. Die Probe kann dann versendet werden.

  • Welche Analysen bietet Stella Analyse BV an?

Stella Analyse BV bietet sowohl polarisationsmikroskopische Analysen (PLM), als auch rasterelektronische Analysen (REM) an.

Was ist eine PLM-Analyse?

Die PLM-Analyse ist eine schnelle und kostengünstige Analysemethode für Asbest, die in den meisten Mitgliedsstaaten der EU als primäre Analysemethode angewendet wird.

Bei der PLM-Analyse wird die zu untersuchende Probe vorweg unter einem Stereomikroskop (20-40x Vergrößerung) betrachtet, um die Bündel sichtbarer Fasern zu isolieren.

Wurden Fasern bzw. Faserbündel entdeckt werden diese aus der Matrix der Probe entfernt und für die PLM-Untersuchung aufbereitet. Hierbei besteht die Möglichkeit der ausgewählten Zerstörung der organischen/ anorganischen Matrix je nach Bedarf für die Freisetzung von Fasern.

Unter dem Polarisationsmikroskop erfolgt dann die Visuelle Analyse des Faserbilds (Morphologie, Pleochroismus (Farbwechsel), Doppelbrechung, Extinktion (optische Auslöschung), Zeichen der Längung, Streuung, etc.).

Somit kann bestimmt werden, ob es sich um Asbestfasern handelt oder um andere Faserarten. Wird Asbest angetroffen, kann hiermit auch die Asbestart bestimmt und ihr relativer Anteil in der Probe geschätzt werden. Die Nachweisgrenze dieser Methode liegt bei 0,1% Asbest-Anteil in der Probe.

Was ist eine REM-Analyse?

Die REM-Analyse ist ein zuverlässiges Verfahren zum Nachweis und zur Identifizierung von Asbestfasern in Materialproben und Stäuben.

Dieses Verfahren wird hauptsächlich bei Proben angewendet, bei denen es schwierig sein kann, die Asbestfasern durch Veraschen / Säureaufschluss aus der Matrix der Probe heraus zu lösen oder in denen die anwesenden Asbestfasern so fein sind (Querschnitt <1µm), so dass die durch Mikroskopie mit polarisiertem Licht nicht erkannt werden können.

Die Probenpräparation ist analog zu der in der PLM-Analyse angewendeten.

Während der Analyse wird die Morphologie und die elementare Zusammensetzung des beobachteten Fasermaterials bestimmt. Die Darstellung der Morphologie erfolgt mit einem Foto, die elementare Zusammensetzung der Fasern mit der Abbildung des Elementspektrums.

Es ist daran zu denken, dass Asbest ist ein Naturprodukt ist. Je nach Herkunft können kleine Unterschiede sowohl in der chemischen Zusammensetzung als auch in den optischen Eigenschaften auftreten.

Die Nachweisgrenze dieser Methode liegt bei 0,01% Asbest-Anteil in der Probe.

  • Welche Analyseart habe ich für meine Probe(n) nötig?

PLM-Analyse:

Bei Vorhandensein von ausreichend Probenmaterial für eine PLM-Analyse (mindestens 2 g, das ist ungefähr die Größe eines Zuckerwürfels oder die Menge eines gehäuften Teelöffels oder 2 x 2 cm bei Platten) können Sie Proben wie z.B. Eternitplatten, Bodenbeläge, Fensterbänke, Dämmstoffe, etc einsenden.

REM-Analyse:

Haben Sie nicht genug Probenmaterial, dann raten wir eine REM Analyse für die o.g.  Materialproben an.

Haben Sie Klebeproben oder Staubproben, muss an diesen eine REM-Analyse durchgeführt werden.

Bei überwiegend mineralisch basierte asbesthaltige Putze, Spachtelmassen und Fliesenkleber, deren Asbestgehalte häufig <0,1% liegen, bei der Bearbeitung aber Fasern in die Atemluft abgeben können und damit potentiell gefährlich sind. Deren Nachweis erfordert eine erweiterte Aufbereitung und Analyse.

  • Warum ist Stella Analyse BV günstiger als andere Anbieter in Deutschland?

Stella Analyse BV ist speziell auf Asbest- und KMF-Analysen spezialisiert und führt keine weiteren Schadstoffanalysen durch. Dies ermöglicht es uns, Präparations- und Analysevorgänge zu optimieren, ohne ständig Parametereinstellungen ändern zu müssen. Darüber hinaus ist unser Labor mit einem Lims-System ausgestattet, das die Arbeitsabläufe und Verwaltungsschritte optimiert. Dadurch haben wir einen geringen ‚Overhead‘ und können diese Einsparungen direkt durch niedrigere Preise an unsere Kunden weiterreichen.

  • Wie bestelle ich eine Analyse?

Gehen Sie auf unsere Webseite www.asbest-test.com und wählen Sie die von Ihnen benötigte Analyseart aus. Fügen Sie die benötigte Anzahl Ihrem Warenkorb zu und schließen Ihre Bestellung an der Kasse ab. Wir senden Ihnen per E-Mail eine Probenbegleitungszettel zu.

  • Erhalte ich Verpackungsmaterial?

Sie können bei Ihrer Bestellung einer Analyse kostenlos die Versendung von Verpackungsmaterial oder eines Probenhalters für Staubproben mitbestellen.

  • Wie nehme ich eine Probe, verpacke und versende sie?

Sicherheitshinweise für die Probenahme

Feuchten Sie die Probenahmestelle mit Wasser an (evtl. mit einer Sprühflasche) und brechen oder schneiden ein kleines Stückchen vorsichtig ab. Vermeiden Sie Staubentwicklung und unterlassen Sie, wenn möglich, Fräsen, Bohren, Sägen und Schleifen! Sollten sich bei diesem Vorgang dennoch Stäube abgelagert haben, nehmen Sie diese mit einem feuchten Tuch auf und stecken das Tuch anschließend in eine Tüte zur Entsorgung. Ggf. binden Sie sich ein feuchtes Tuch vor den Mund und mögliche Stäube abzuhalten. Probestelle danach abdichten (z. B. mit Klebstoff), damit kein möglicher Staub von den Bruchstellen entweichen kann.

Probengröße

Für eine polarisationsmikroskopische Analyse (PLM) haben wir gut 2 g Probenmaterial nötig. Das ist soviel wie ein Zuckerwürfel oder ein gehäufter Teelöffel. Bei flächigen Materialien (z.B. Bodenbelägen) ist das Stück von gut 2*2 cm. Bei mehrschichtigen Belägen alle Schichten erfassen (z.B. Bodenbelag mit Kleberschicht).

Für REM-Analysen benötigen wir weniger Material, da ist 1 g ausreichend oder ein stück von 1*1 cm.

Verpackung und Versand

Verpacken Sie die Proben staubdicht, so dass keine Fasern freigesetzt werden können. Geben Sie die Probe in einen stabilen Gefrierbeutel oder Zip-Lockbeutel und verschließen Sie diesen. Dieser Beutel geht daraufhin in einen weiteren Beutel, der auch verschlossen werden sollte. Die Probe wird dann mit dem Probenbegleitzettel (s. Punkt 17) in einen gefütterten Briefumschlag oder ein Päckchen gesteckt und an unsere Lieferadresse geschickt:

Stella Analyse BV
Vogt 21
52072 AACHEN

Versenden Sie ihre Proben mit einem Paketversand inkl. Sendungsverfolgung, senden Sie uns bitte per E-Mail die Sendungsverfolgungsnummer oder den entsprechenden Link zu. Wir können dann ein Auge drauf haben, wann mit der Lieferung zu Rechnen ist.

  • Wie lange dauert der Versand?

Die Versanddauer Ihrer Probe hängt ein wenig von dem von Ihnen gewählten Dienstleister (Post AG, DHL, Hermes, etc.) ab. Die Post versendet in Deutschland nach eigenen Angaben innerhalb 1-2 Tagen. Aus unserer Erfahrung kann es aber auch schon mal mehrere Tage dauern, dass uns eine Probe. Das können wir nicht beeinflussen. Wir gehen mittlerweile davon aus, dass Sendungen, die länger als 14 Tage zu uns unterwegs sind, verloren gegangen sind!

  • Erhalte ich eine Eingangsbestätigung, sobald die Probe das Labor erreicht?

Nein, wir versenden keine Eingangsbestätigung, wenn Ihre Probe das Labor erreicht.

  • Wie erhalte ich das Ergebnis?

Das Ergebnis erhalten Sie sofort nach Untersuchungsende per E-Mail zu gesendet. Der Analysebericht wird nach der Untersuchung von unserem System automatisch an Sie gemailt. Das kann dazu führen, dass Ihr Spam-Filter diese automatisch generierte E-Mail blockiert. Schauen Sie zu gegebener Zeit auch in Ihren Spam-Ordner nach. Ggf. fragen Sie bei uns an, dann senden wir den Bericht nochmals zu, diesmal von einem unserer Mitarbeiter.

  • Ist Stella Analyse BV akkreditiert, werden die Analysen in meinem Land anerkannt und können ggf. vor Gericht verwendet werden?

Ja. Stella Analyse BV ist ein durch den ‚Raad voor Accreditatie‘ (Niederländische Staatliche Akkreditierungsrat – https://www.rva.nl/en/) akkreditiertes Labor.
Der RvA ist Mitunterzeichner der ILAC-MRA (International Laboratory Accreditation Cooperation). Akkreditierungsstellen auf der ganzen Welt (wie z.B. die Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH (DAkkS)), die von Gleichrangigen (Peer Evaluators) als kompetent befunden wurden, haben eine Vereinbarung unterzeichnet, die der Verbesserung der Akzeptanz von Produkten und Dienstleistungen über nationale Grenzen hinweg dient.
Unsere Akkreditierungsnummer lautet L591.
Unsere Akkrediterungsurkunde finden Sie online auf unserer Webseite unter Akkrediterungsurkunde

 

Der ‚Raad voor Accreditatie‘ bescheinigt mit der Urkunde, dass das Laboratorium Stella Analyse BV nach NEN-EN-ISO/IEC 17025:2005 die Kompetenz besitzt, Asbestfasern in festen Materialproben und Stäuben mittels Polarisationsmikroskopie zu identifizieren und (semi-) quantitativ zu bestimmen, Asbestfasern und heterogene anorganische Fasern in festen Materialproben, Stäuben, Luft, Flüssigkeiten und Klebeproben mittels Rasterelektronenmikroskopische Analyse zu identifizieren und (semi-) quantitativ zu bestimmen.

Material oder Produkt Untersuchungsmethode Norm / Richtlinie
Feste Materialien oder Staub Identifikation und (semi-) quantitative Bestimmung von Asbestfasern; Stereo- und Polarisationsmikroskopie (PLM) VDI 3866 Blatt 4 (Richtlinie)

ISO 22262-1

Feste Materialien, oder Staub Identifikation und (semi-) quantitative Bestimmung von Asbestfasern; Rasterelektronenmikroskopische Analyse VDI 3866 Blatt 5 (Richtlinie)
Luft Bestimmung der (Asbest-) Faserkonzentration; Rasterelektronenmikroskopische Analyse; inklusive Probennahme ISO 14966 (Norm)

VDI 3492 (Richtlinie)

Staub, Klebeproben Identifikation und (semi-) quantitative Bestimmung von heterogenen, anorganischen Fasern; Rasterelektronenmikroskopische Analyse und Elementbestimmung; inklusive Probennahme VDI 3877 Blatt 1 (Richtlinie)

NEN-ISO-16000-27 (Norm)

 

  • Was muss ich tun, wenn meine Probe Asbest enthält?

Sollte Ihre Probe Asbest enthalten, raten wir grundsätzlich an, einen Sachverständigen oder Gutachter in Ihrer Region zu Kontaktieren. Diese Person kann Ihnen genau mitteilen, was zu tun ist. Sachverständige finden Sie z. B. in der Datenbank der IHK (Industrie- und Handelskammer) unter folgender Adresse: https://svv.ihk.de/svv/content/home/home.ihk